Cyanotypie

Nahaufnahme von sternförmigen Blüten mit detaillierten Blütenblättern und Staubblättern, dargestellt im blauen Monochrom- oder Cyanotypie-Stil. (KI generierte Beschreibung)

Alles analog? – Ausstellung in der Fotogalerie Bethanien

Die Cyanotypie ist eines der ältesten fotografischen Verfahren und wurde 1842 von dem britischen Astronomen und Wissenschaftler Sir John Herschel erfunden. Ihr charakteristisches Merkmal ist das tiefblaue Bild, das durch eine chemische Reaktion entsteht. Dazu wird Papier mit einer lichtempfindlichen Lösung aus Eisen(III)-ammoniumcitrat und Kaliumferricyanid beschichtet. Legt man Gegenstände wie Blätter, Federn oder andere flache Objekte auf das Papier und belichtet es mit UV-Licht – etwa mit Sonnenlicht –, reagieren die Chemikalien und bilden eine blaue Verbindung namens Berliner Blau. Nach dem Auswaschen in Wasser bleibt ein kontrastreiches, blau-weißes Bild zurück.

Es können auch auf Transparentpapier gedruckte Negative zur Belichtung herangezogen werden. Insofern kann auch ein digital fotografiertes Bild zu einer analogen Cyanotypie werden.

Ursprünglich diente die Cyanotypie als Kopierverfahren für technische Zeichnungen, doch die britische Fotografin Anna Atkins nutzte sie bereits in den 1840er-Jahren, um die ersten fotografischen botanischen Studien zu schaffen. Papiere lassen sich mehrfach beschichten, belichten und entwickeln, sodass spannende Überlagerungen entstehen können.

In unserer Ausstellung „Alles analog?“ werden Bilder von Andrea Höhne, Brigitte Orth, Kathrin Sommer, Uwe Rauchmann, Funda Ibar, Susan Erhardt und Margareta Caspari gezeigt.

Diese und alle anderen Arbeiten sind noch bis zum 12.07.2026 in der Fotogalerie Bethanien zu sehen. (Do. + Fr. 16–18 Uhr, Sa. + So. 14–18 Uhr).

Andrea Höhne

Elphi

Monochromes, in Blautönen gehaltenes Bild mehrerer Kräne in einem Industriehafen, auf dem sich im Wasser darunter Spiegelungen erkennen lassen. (KI generierte Beschreibung)


Brigitte Orth

Venedig

Zwei abstrakte, in Blautönen gehaltene Bilder nebeneinander; das linke zeigt übereinanderliegende, durchscheinende Formen, das rechte reflektierende Oberflächen mit Linien und kleinen weißen Details. (KI generierte Beschreibung)

Meine grundlegenden Themen sind Stimmung und Bewegung. Resonanzräume bestimmen dabei den Prozess der Bildentstehung. Meine Arbeitsweise ist von expliziter Unschärfe geprägt und in der Folge bleibt Unbestimmtheit ein Teil meiner Bilder. Die Bilder behalten damit Offenheit für die Betrachtenden, die ihren eigenen Assoziationen Raum geben können.

www.brigitteorth.com


Kathrin Sommer

Zwischen Augenblicken

Fünf sepiafarbene Fotografien: eine Blume vor einem Gebäude sowie vier Stadt- oder Innenaufnahmen, darunter Architektur, Möbel und silhouettenhafte Gestalten in einem Flur. (KI generierte Beschreibung)


Uwe Rauchmann

Mühle auf Öland

Ein sepiafarbenes Foto einer Windmühle mit verschwommenen, sich drehenden Flügeln und einer schwachen, abstrakten Form in der Mitte, die einen Eindruck von Bewegung vermittelt. (KI generierte Beschreibung)



Funda Ibar

Broken

Zwei abstrakte Tafeln in Blautönen: Die linke zeigt ein strukturiertes, gesprenkeltes Muster; die rechte stellt ein teilweise verdecktes menschliches Gesicht inmitten ähnlicher gesprenkelter Elemente dar. (KI generierte Beschreibung)


Susan Erhardt

Margeriten

Nahaufnahme von sternförmigen Blüten mit detaillierten Blütenblättern und Staubblättern, dargestellt im blauen Monochrom- oder Cyanotypie-Stil. (KI generierte Beschreibung)


Margareta Caspari

Blätter losgelöst, das Blau trägt sie wie Fische im Meer

Weiße, blattähnliche Formen sind in Gruppen auf einem dunkelblauen Hintergrund angeordnet und bilden so ein symmetrisches, von der Natur inspiriertes Muster. (KI generierte Beschreibung)